7 Dinge, die ich nach 5 Diäten und 71 Kilo weniger über das Abnehmen gelernt habe

Lies diesen Artikel aufmerksam. Er wird dir vermutlich eine Menge Frust, Zeit und Geld ersparen.

Ich habe etliche Diäten hinter mir und wünschte wirklich, dass ich die folgenden Dinge damals über das Abnehmen gewusst hätte. Es hätte so viel schneller, einfacher und günstiger sein können…

Rückblickend kann ich mir nur an den Kopf fassen. Tu mir und dir den Gefallen und nimm dir die folgenden wertvollen Erfahrungen zu Herzen. Du wirst dir dankbar sein!

1. Es ist einfacher, als du glaubst

Ernsthaft. Verkompliziere die Sache nicht.

Es gibt ein paar Grundregeln, die man beim Abspecken beachten muss, beispielsweise

  • Erhöhe deine Proteinzufuhr
  • Erreiche regelmäßig ein Kaloriendefizit
  • Belohne dich (hin und wieder!)

Am Ende des Tages läuft es ohnehin immer auf ein Kaloriendefizit hinaus. Du kannst nach wie vor dein Lieblingsessen essen, Schokolade genießen oder auch mit der Familie zusammen essen und trotzdem abnehmen. Du musst nur ein Kaloriendefizit erzeugen.

Es gibt hunderte Diät-Programme dort draußen, die dir viel zu viel verbieten. Es macht keinen Sinn dir Brot für Monate zu verbieten, wenn du seit 15 Jahren zum Frühstück 2 Scheiben Brot isst. Das ist nicht nötig und führt unweigerlich zu Frust, welcher dann zum Abbruch führt.

Viele setzen das Abnehmen oder eine Diät mit Verzicht, Qualen und Frust gleich. Das ist Schwachsinn. Ob du es glaubst oder nicht: du kannst nach wie vor all das essen, was du gerne isst und trotzdem rasant abnehmen. Nur in kleineren Mengen.

Es ist keine Raketenwissenschaft.

2. Ja, du kannst!

Wenn du immer mal wieder mit dem Gedanken spielst, etwas für deine Gesundheit zu tun, dann solltest du es in Angriff nehmen.

In “The Biggest Loser” gibt es teilweise Menschen, die fast 60 Jahre alt sind, 90 Kilo Übergewicht und Knieprobleme haben.

Auch ich war damals massiv übergewichtig, absolut unsportlich und meine Ernährung hätte nicht schlimmer sein können.

Jeder kann sich schnell einreden, dass er keine Zeit hat, zu alt sei, zu schwer oder er schlechte Genetik habe.

Aber wenn wir wirklich ehrlich sind, wissen wir, dass das nur Ausreden sind.

Jeder, der abnehmen will, der kann auch. Ob 40 Kilo Übergewicht oder 90. Ob 25 Jahre oder 61. Ob Knieprobleme oder nicht.

Ich habe es mir auch immer eingeredet. “Ich bin halt unsportlich”, sagte ich mir immer.

Bullsh*t. Das war eine Ausrede.

Ich sage immer: Es ist niemals zu spät um mit dem Abnehmen anzufangen, aber immer zu früh, um damit aufzuhören.

3. Diäten funktionieren nicht

Eine langfristige Ernährungsumstellung ist das A und O beim Abnehmen. Nicht eine Diät, welche dir nur ein paar Lebensmittel erlaubt.

Das selbe Muster wiederholt sich immer und immer wieder.

  1. Man fängt hochmotiviert eine Diät an
  2. Man freut sich über die anfänglichen Erfolge, weil man viel Wasser verloren hat
  3. Langsam, aber sicher nervt einen die viel zu strikte Ernährung der Diät
  4. Die Gewichtsabnahme geht langsamer voran, als erhofft
  5. Man wird frustriert und fängt an, die Ernährungsregeln ein wenig zu lockern (Die “Nasch-Phase”). Nicht komplett, aber ein wenig 😉
  6. Die Waage streikt: Man nimmt nicht mehr ab
  7. Mehr Frust sammelt sich an. Es wird noch mehr genascht
  8. Die Diät ist vorbei, das Essen hängt einem zum Hals raus und fängt wieder an zu essen, wie vorher
  9. … man verfällt in alte Gewohnheiten und der Jojo-Effekt tritt ein
  10. Man nimmt zu und beginnt eine neue Diät

Es ist ein Teufelskreislauf.

Die Lösung ist keine neue Diät, sondern eine dauerhafte Ernährungsumstellung.

Ich weiß, das hört sich nicht so toll an, wie die üblichen Werbeversprechen der Diät-Industrie (“Verliere 5 Kilo pro Woche, indem du alles isst, was du willst, solange du diesen Shake hier trinkst!”), aber ich habe mittlerweile gelernt, dass es der einzige Weg ist.

Diäten sind nicht die Lösung, sondern das Problem.

4. Höre nur auf Leute, die erreicht haben, was du erreichen willst

Ich finde es ein bisschen amüsant, welche Leute regelmäßig im Fernsehen als “Ernährungsexperten” oder “Abnehmcoaches” herangezogen werden. Man sollte meinen, das seien Leute, die selber viel Gewicht verloren haben, aber …

Es sind oftmals spargeldürre Professoren oder übergewichtige Ernährungsberater. Die Professoren der Universität glauben zu wissen, wie man wirklich in der Praxis abnehmen kann und wie es funktioniert. Das Problem dabei ist, dass sie es selber noch nie getan haben.

Die Theorie zerschellt leider an der Praxis. Abspecken ist etwas, das man tun muss, nicht erforschen.

Auch mir haben damals meine fitten und schlanken Kumpels alle möglichen Abnehmtipps gegeben. Ich schätzte ihre Hilfe wirklich sehr, aber leider konnten Sie sich nicht in meine Lage versetzen. Sie hatten einfach eine andere Beziehung zum Essen und einen anderen Alltag, als ich.

Erst, als ich mich wirklich an Leute gewandt hatte, die erreicht haben was ich erreichen wollte, ging es voran. Erst dann konnte ich wirkliche Veränderungen sehen.

Akzeptiere keinen Ratschlag von Leuten, die nicht dort sind, wo du sein möchtest. Du würdest dir doch auch keine Tipps für deine Ehe von jemanden holen, der noch nie verheiratet war. Oder?

5. Sport ist nicht notwendig

Ich werde hier nicht stehen und sagen, dass Sport nichts bringt. Das wäre eine Lüge.

Und ich empfehle jedem ein wenig Sport einzubauen, weil es die Sache beschleunigt und gesund ist, aber …

… hier ist meine größte Erkenntnis zum Thema Sport:

Sport ist nicht zwingend notwendig.

Ich sehe immer wieder, dass Menschen eine regelrechte Sport-Phobie haben und einfach nicht mit dem Abnehmen anfangen, weil Sie sich vor dem Sport fürchten.

Das kann ich verstehen. Das war bei mir nicht anders.

Aber hier ist die Wahrheit: Es ist wesentlich besser, wenn du einfach anfängst und deine Ernährung schon einmal umstellst. Ohne Sport. Dadurch wirst du die ersten Erfolge feiern und Fahrtwind aufnehmen.

Wenn du dann willst, kannst du immer noch Sport machen. Aber wenn du ein absoluter Sportmuffel bist, dann fang erst einmal ohne an. Das ist völlig okay. Hauptsache, du fängst an.

Denn genau das schaffen die meisten nicht, weil in ihrem Kopf der Gedanke, jeden Tag Sport machen zu müssen so groß und einschüchternd wirkt, dass sie völlig paralysiert sind. Sie bringen den Stein nie ins Rollen aus lauter Angst.

Anstatt direkt 5x die Woche zu joggen, versuche einfach aktiver im Alltag zu werden. Mach’ mal ein paar ausgiebige Spaziergänge. Lass das Auto mal stehen und nimm das Fahrrad. Geh mal zu Fuß einkaufen.

All das sind Dinge, die schon ausreichen – zumindest für den Anfang.

Fang also ohne Sport an, das ist okay. Aber fang an.

6. Je länger du wartest, desto schwieriger wird es

Der beste Moment anzufangen war gestern. Der zweitbeste ist Jetzt.

Je länger du wartest, desto …

  • länger dauert es, das Gewicht abzunehmen
  • anstrengender ist der Sport mit dem zusätzlichen Gewicht
  • mehr hängende Haut wirst du haben
  • mehr Disziplin musst du aufbringen
  • größer das Risiko, an Krankheiten zu erleiden, die das Abnehmen behindern (Bluthochdruck, Diabetes etc.)
  • weniger wahrscheinlich, dass du überhaupt anfängst

Es ist eines der Dinge, welches alle stark Übergewichtigen dir sagen werden: Sie hätten sich gewünscht, früher angefangen zu haben. Jeder einzelne.

Auch ich. Mein Körper ist voller Dehnungsstreifen und hängender Haut. Hätte ich damals den Mut gefasst mit dem Abnehmen anzufangen als mir der Gedanke zum ersten Mal kam, müsste ich heute nicht damit kämpfen.

Aber ich habe gewartet. Zu lange. Jetzt muss ich die hängende Haut operativ entfernen lassen, was mich 5.000€ kostet und eine große Narbe auf meiner Bauchdecke hinterlassen wird. Lektion gelernt.

Vertrau mir: Je länger du wartest, desto schwieriger wird es.

Ich kann dir gar nicht sagen, wie dankbar ich mir selber war, als ich 1 Jahr nach meiner Entscheidung in den Spiegel schaute und bereits über 50 Kilo abgenommen hatte.

7. Es kommt zu 90% auf die Ernährung an

Das gilt vor allem für Leute, die mehr als nur 5 oder 10 Kilo zu verlieren haben (so wie es bei mir der Fall war).

Du kannst ohne Sport abnehmen, aber mit einer schlechten Ernährung wird es verdammt schwer. Eine geplante, zielgerichtete und ausgewogene Ernährung ist Grundlage für langfristiges, schnelles und gesundes Abnehmen. Immer.

Nur wenn du Lebensmittel wirklich verstehst und weißt, was sie mit deinem Körper machen, kannst du wirklich dauerhaft Gewicht verlieren. Weißt du auf Anhieb, was Proteine sind? Oder was Kohlenhydrate wirklich in deinem Körper machen? Wie viel Fett ist in einer Handvoll Nüsse? Ist das gutes oder schlechtes Fett? Weißt du, wie du ein Lebensmitteletikett richtig liest?

Ich behaupte einfach mal, dass du auf die meisten Fragen eine ungefähre Antwort weißt, aber nur die wenigsten verstehen die Lebensmittel, die sie tagtäglich essen wirklich.

Darüber hinaus kannst du durch die Ernährung sehr viel einfacher und gezielter ein Kaloriendefizit erzeugen. Es ist leichter, weniger zu essen als noch mehr Sport zu treiben.

Wenn du deine Ernährung nicht im Griff hast, wirst du es sehr schwer haben mit dem Abnehmen.

Das wohl Wichtigste überhaupt …

… ist anzufangen. Wage den ersten Schritt. Irgendetwas. Google nach Sportmöglichkeiten in deiner Umgebung. Kauf dir ein Ernährungsbuch. Irgendetwas.

Ich hatte 2012 kurz vor Neujahr beschlossen, dass ich Anfang 2013 abnehmen werde. Zusammen mit all den anderen Leuten zu Neujahr, die regelmäßig scheitern. Klingt auch eigentlich nach einer guten Gelegenheit, oder?

Das war aber nicht der Grund, warum ich es auf das Neujahr aufgeschoben hatte. Ein Kumpel wies mich darauf hin, dass ich genauso gut heute anfangen könne. Und es stimmte: Nichts hielt mich zurück.

Da hatte ich realisiert, dass ich es auf Neujahr aufgeschoben hatte, weil ich Angst hatte, sofort zu starten. Ich wollte nicht wirklich anfangen. Es auf Neujahr zu verschieben war eine schöne Gelegenheit für mich, nicht anfangen zu müssen.

Glücklicherweise hatte ich genau das realisiert und noch am selben Tag angefangen und den ersten Schritt gewagt. Ich stöberte den ganzen Abend in Foren und informierte mich über Ernährung.

… hätte ich das damals nicht getan, wäre ich vermutlich mit allen anderen zusammen 1-2 Monate nach Neujahr gescheitert und würde diese Worte nicht schreiben.

Abschließende Worte

Ich hoffe wirklich, dass du diese Dinge beherzigst. Ich wünschte, ich hätte genau diese Dinge gewusst, bevor ich damals angefangen hatte.

Das hätte mir Geld, Nerven und Strapazen erspart. Sogar eine ganze Menge. Ich möchte dir genau das ersparen, also lade ich dich dazu ein, aus meinen Fehlern und Erfahrungen zu lernen.

Besten Gruß,

Tim

Tim
 

Tim ist der "Schwergewichts-Coach". Nach einem Herzinfarkt im Jahre 2012 hatte er einen endgültigen Schlussstrich gezogen. Mit knapp 140 Kilo auf 1,76m und einem BMI von 45 hat er sein Gewicht innerhalb eines Jahres fast halbiert. 2015 hat Tim seine Fitnesstrainer A-Lizenz mit Bestnoten bestanden und es mit seiner Abnehm-Geschichte sogar in die renomierte Zeitschrift Men's Health geschafft. Jetzt hilft er Leuten über 100 Kilo dabei, langfristig und schnell abzunehmen.

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